Das Leinen der Leinenweberei Hoffmann zierte die First-Class-Kabinen der Lusitania und der Titanic, die Suiten des Adlon und des Ritz. Diese Qualität ist praktisch nicht mehr zu finden — außer in Neukirch, in der Oberlausitz, wo Hoffmann seit 1905 webt. Während der Trend zu immer feineren, dünneren Garnen geht, arbeitet die Leinenweberei Hoffmann mit einer Garnstärke, wie sie noch unsere Großmütter von den besten Aussteuertextilien kannten. Wer so etwas erben durfte, weiß, wie lange diese Qualität hält.
Martin Hoffmann gründete 1905 gemeinsam mit Karl-Gustav Schulze die Mechanische Weberei in Neukirch/Lausitz — spezialisiert auf Jacquardgewebe und Stickereien. Das Unternehmen wuchs schnell: Leinendamaste, Geschirr- und Handtücher, Servietten, Tischdecken und Bettwäsche ergänzten das Sortiment. Großabnehmer waren Hotels und Werften, die die handgefertigte Wäsche schätzten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb verstaatlicht und produzierte Baumwollhandtücher für westdeutsche Kaufhausketten. Nach der Wiedervereinigung übernahmen die Nachfahren des Gründers den Betrieb und knüpften bewusst an die Oberlausitzer Tradition der Leinenweberei an.
Heute ist Hoffmann eine der letzten aktiven Leinenwebereien in Deutschland. Gewebt wird auf historischen Schützenwebmaschinen und modernen Jacquardwebstühlen — aus reinem Leinen, Halbleinen und Baumwolle, in Breiten von 80 bis 190 cm.
Hoffmanns Stärke ist die schwere Qualität. Wo andere Webereien auf leichte, fließende Stoffe setzen, webt Hoffmann Leinen mit Substanz — griffig, dicht, spürbar robust. Ein Geschirrtuch von Hoffmann fühlt sich an wie ein Werkzeug, nicht wie ein Accessoire.
Die Spezialität des Hauses ist der Reinleinen-Damast: Jacquard-Muster wie die Chrysantheme, die direkt ins Gewebe eingearbeitet sind — kein Druck, keine Stickerei, reine Webtechnik. Diese Damast-Tischdecken und -Bettwäsche sind das Segment, in dem Hoffmann keine Konkurrenz hat.
Dazu kommen klassische Streifen- und Karomuster in Weiß und Naturtönen, Hohlsaum-Verarbeitung an Tischwäsche und Kissenbezügen, und die traditionellen Wäscheknöpfe an den Bettbezügen. Alles aus langfaserigem nordeuropäischem Flachs.
Martin Hoffmann war ein Kaufmann. Gemeinsam mit dem Fabrikanten Karl-Gustav Schulze gründete er 1905 die „Mechanische Weberei, Appreturanstalt, Konfektion- und Kartonfabrik Schulze und Hoffmann“. Hinter dieser langen Firmenbezeichnung im Stil der damaligen Zeit steckte ein Unternehmen mit Schwerpunkt. Denn von Beginn an spezialisierten sich die Unternehmer Hoffmann und Schulze auf die Herstellung von Jacquardgewebe und Stickereien. Die begehrten Produkte ließen das Unternehmen schnell wachsen. Leinendamaste, edle Leinengewebe und praktische Geschirr- und Handtücher aus Leinen ergänzten bald das Sortiment. Die Stickerei und Näherei verarbeitete die Gewebe außerdem zu Servietten, Tischdecken und Bettwäschen.
Jahrzehntelang wurden die Leinenprodukte aus der Oberlausitz überall in Deutschland vertrieben. Die Stickwaren erfreuten sich ebenso in England großer Beliebtheit. Großabnehmer für Bett- und Haushaltswäsche aus Reinleinen waren unter anderem Hotels und Werften. Sie schätzten die fast ausschließlich in Handarbeit hergestellte Wäsche.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Unternehmen als DDR-Betrieb verstaatlicht. Produziert wurden nun Baumwollhandtücher für den westdeutschen Markt – speziell für Kaufhausketten.
Die Wiedervereinigung stellte die Weichen noch einmal neu. Die Nachfahren des Kaufmanns Hoffmann konnten den Betrieb übernehmen. Die aktuelle Geschäftsführung der Leinenweberei Hoffmann knüpft bewusst an die Oberlausitzer Tradition der Leinenweberei an.
Bei uns finden Sie Hoffmann in mehreren Kategorien:
Leinen Bettwäsche — schwere Qualität in Weiß, Natur und klassischen Streifen. Mit Wäscheknöpfen und Hohlsaum. Die Bettwäsche, die Ihre Großmutter als Aussteuer mitbekam — nur neu.
Leinen Kissenbezüge — mit Hohlsaum und Stehsaum, Hoffmanns Spezialität für formelle Betten.
Leinen Tischdecken und Servietten — Damast und Hohlsaum für die festliche Tafel. Hier kommt Hoffmanns Jacquard-Weberei am stärksten zur Geltung.
Halbleinen Bettwäsche — Leinen in der Kette, Baumwolle im Schuss. Weicher als reines Leinen, robuster als reine Baumwolle.
Hoffmann-Leinen bei 60 °C waschen, weiß bis 95 °C. Kein Weichspüler. Wird mit jeder Wäsche weicher, ohne an Substanz zu verlieren. Damast leicht feucht bügeln für den vollen Glanz. Tipps unter Pflege & Haltbarkeit.
Hoffmann ist die deutsche Traditionsweberei bei Linen Lounge — schwere Qualität, klassische Muster, Damast. Wer belgisches Leinen sucht, findet bei Libeco das Gegenstück: leichter, moderner, farbiger. Wer österreichische Bio-Qualität bevorzugt, greift zu Vieböck. Die gesamte Leinen Bettwäsche finden Sie in der Hauptkategorie.
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