Beschreibung
„Haithabu”
Haithabu – die Handelsstadt, die Verbindung, der nordische Knotenpunkt. Mit diesem Dessin führt Leitner Leinen in die Welt des frühmittelalterlichen Skandinavien, ins 8. bis 11. Jahrhundert, als die Wikinger nicht nur als Krieger, sondern auch als Händler und Handwerker den nordeuropäischen Raum prägten. Haithabu, gelegen an der Schlei in Schleswig-Holstein, war eine der bedeutendsten Handelsstädte der Wikingerzeit – ein Ort, an dem skandinavische, slawische und fränkische Kulturen zusammentrafen. Archäologische Funde belegen, dass bereits damals textile Webmuster von geometrischer Strenge verwendet wurden: Flechtbänder, die sich zu Fischgrätstrukturen verdichten, Linien, die Kraft und Präzision verbinden. Das Reinleinen Haithabu greift diese nordische Formensprache auf – nicht als historisches Zitat, sondern als textiles Prinzip. Das Muster ist kraftvoll ohne Prunk, strukturiert ohne Verspieltheit, funktional ohne Kälte. Wer Haithabu auf die Tafel bringt, inszeniert keine südeuropäische Opulenz, sondern nordische Klarheit. Die Tafel wird zum Ort reduzierter Eleganz, an dem sich wikingerzeitliche Kraft und zeitgenössische Zurückhaltung begegnen.
Europäisches Bio-Leinen
Leinen für die Tafel ist ein Material mit langer nordeuropäischer Tradition. Bereits in der Wikingerzeit wurde Flachs in Skandinavien und Nordeuropa angebaut und zu robusten Geweben verarbeitet. Die Leinenfaser, aus westeuropäischem Flachsanbau gewonnen, zeichnet sich durch ihre glatte, geschlossene Oberfläche aus, die Flüssigkeiten zunächst abweist. Dieser Schutz ermöglicht es, auf Verschüttetes zu reagieren, bevor ein Fleck entsteht. Gleichzeitig ist Leinen stark saugfähig, sobald die Faser durchfeuchtet wird – eine Eigenschaft, die Servietten funktional macht. Die natürliche Glätte erzeugt jenen kühlen, festen Griff, der Tischdecken ihren charakteristischen Fall verleiht. Leinen ist von Natur aus antistatisch und bakteriostatisch – Eigenschaften, die es für den Kontakt mit Lebensmitteln besonders geeignet machen. Die Faser wird durch Gebrauch nicht schwächer, sondern geschmeidiger. Leinen entwickelt Patina statt Verschleiß. Tischdecken aus europäischem Bio-Leinen gewinnen mit der Zeit an Weichheit, ohne ihre strukturelle Festigkeit zu verlieren. Das GOTS-Zertifikat garantiert, dass vom Anbau bis zur Veredelung keine chemischen Bleichmittel oder synthetischen Pestizide zum Einsatz kommen.
Die Weberei
Seit 1853 webt die Leitner Manufaktur im österreichischen Vöcklabruck Leinen nach jenen Prinzipien, die nur durch handwerkliche Kontinuität zu wahren sind. Haithabu entsteht in traditioneller Jacquard-Leinenbindung – ein Verfahren, bei dem das Muster nicht aufgedruckt, sondern direkt in die Gewebestruktur eingearbeitet wird. Jede Flechtung, jede geometrische Struktur, jede Linie ist integraler Bestandteil des Gewebes selbst. Die Jacquard-Technik, entwickelt von Joseph-Marie Jacquard im frühen 19. Jahrhundert, ermöglicht komplexe Musterverläufe, indem jeder Kettfaden individuell angesteuert wird. Das Ergebnis ist ein reliefartiges Gewebe, bei dem gemusterte und ungemusterte Flächen nicht nur optisch, sondern auch haptisch voneinander abgesetzt sind. Die Leitner Manufaktur arbeitet mit mechanischen Webstühlen, deren Präzision darin liegt, dass sie die natürliche Unregelmäßigkeit der Leinenfaser nicht glätten, sondern aufnehmen. So entstehen Gewebe von jener Lebendigkeit, die maschinelle Gleichförmigkeit nicht erreichen kann.
Das Produkt: Haithabu Reinleinen Tischwäsche von Leitner Leinen
Haithabu ist als Tischtuch und Serviette erhältlich. Das Gewebe besteht zu 100 Prozent aus europäischem Reinleinen in traditioneller Jacquard-Leinenbindung. Die Farbpalette umfasst neun Farbtöne und reicht von klarem Weiß über die warmen Nuancen von Rostrot bis zu den kühlen Tönen von Lago und Blue Fog. Purple bringt einen ungewöhnlichen Akzent nordischer Farbigkeit, während die erdigen Töne Leinen, Terra und Stone warme Zurückhaltung vermitteln. Anthrazit als dunkelster Ton der Serie verleiht der Tafel nordische Tiefe. Jede Farbstellung kombiniert sich mit reduziertem wie opulentem Geschirr – das Dessin trägt die Inszenierung ohne sich vorzudrängen. Haithabu ist ein Tischtuch für Anlässe, bei denen die Tafel nicht durch Ornament, sondern durch Struktur wirkt – nordische Klarheit statt südeuropäischer Fülle.
✓ 100% europäisches Reinleinen
✓ Traditionelle Jacquard-Leinenbindung mit wikinger-inspiriertem Muster
✓ Erhältlich als Tischtuch und Serviette
✓ 9 Farben: Weiß, Rostrot, Lago, Blue Fog, Purple, Leinen, Terra, Stone, Anthrazit
✓ GOTS-zertifiziert
✓ Gewebt in der Leitner Manufaktur, Ulrichsberg (Österreich)
Die Pflege
Leinen-Tischwäsche verträgt Temperaturen bis 60 Grad, weiße Qualitäten auch bis 95 Grad. Waschtemperaturen zwischen 40 und 60 Grad schonen die Faser. Verzichten Sie auf Waschmittel mit optischen Aufhellern – sie bleichen die Farbpigmente aus. Füllen Sie die Maschine nicht zu voll: Leinen braucht Bewegungsfreiheit. Schleudern Sie mit 800 bis maximal 1.000 Umdrehungen und entnehmen Sie die Wäsche leicht feucht. Bügeln Sie auf höchster Stufe, solange noch Restfeuchte vorhanden ist. Leinen liebt Hitze und Feuchtigkeit – nur so glätten sich die Fasern vollständig. Vermeiden Sie den Trockner. Flecken von Rotwein oder Kaffee behandeln Sie sofort mit kaltem Wasser – die glatte Leinenfaser gibt Verschmutzungen bei rascher Reaktion leichter ab.
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