Beschreibung
„Arcadia”
Arcadia – die arkadische Landschaft, der Sehnsuchtsort einer verlorenen Harmonie, die pastorale Allegorie eines zeitlosen Paradieses. Mit diesem Dessin übersetzt Leitner Leinen ein Gestaltungsprinzip der europäischen Kulturgeschichte in textile Form. Arkadien, jene mythische Region im Zentrum der Peloponnes, wurde in der Antike zur Chiffre für ein Leben in Einklang mit der Natur. Ein Ort ohne die Zumutungen der Zivilisation, bevölkert von Hirten, Nymphen und dem Gott Pan. Was als geografische Realität begann, verwandelte sich durch die bukolische Dichtung Vergils im ersten Jahrhundert vor Christus in einen literarischen Topos: Arkadien als Gegenbild zur Stadt, als Raum ungezügelter Naturschönheit und unverdorbener Existenz. Die Renaissance griff diese Vorstellung auf und erhob Arkadien zum Idealraum der Kunst.
In Gemälden des 17. und 18. Jahrhunderts – von Poussin bis Watteau – wurde die arkadische Landschaft zum Schauplatz pastoraler Szenen, in denen die Natur nicht bedrohlich, sondern einladend erscheint: geordnet, aber nicht gezähmt, üppig, aber nicht wild, harmonisch in ihrer Fülle. Die arkadische Ästhetik ist keine Abbildung realer Landschaft, sondern eine Projektion – die Sehnsucht nach einem Ort, an dem Kultur und Natur sich nicht widersprechen, sondern ergänzen. Das Jacquard-Gewebe Arcadia nimmt jene floralen Ranken und Blütenornamente auf, die in der europäischen Kunst die Vorstellung paradiesischer Fruchtbarkeit symbolisieren. Hier wächst nichts Wildes, keine Disteln, keine Dornen – nur jene kultivierten Pflanzen, die seit der Antike Schönheit und Zivilisation markieren. Die floralen Ranken mäandern über die Fläche, ohne Anfang und Ende, ein kontinuierlicher Fluss organischer Formen. Die Blüten sind stilisiert, aber nicht abstrakt – erkennbar als Vegetation, aber befreit von botanischer Genauigkeit. Was die arkadische Malerei auf Leinwand brachte – die Hoffnung auf einen Ort jenseits historischer Brüche –, wird hier nicht illustrativ nachgebildet, sondern als strukturelles Prinzip in Leinen übersetzt. Wer Arcadia auf die Tafel bringt, holt keine dekorative Botanik an den Tisch, sondern ein kulturelles Gestaltungsprinzip: die pastorale Idylle als Form, die zeitlose Harmonie als Ästhetik.
Europäisches Bio-Leinen
Leinen für die Tafel ist ein Material mit langer Tradition in den gemäßigten Klimazonen Europas. Die Leinenfaser, aus westeuropäischem Flachsanbau gewonnen, zeichnet sich durch ihre glatte, geschlossene Oberfläche aus, die Flüssigkeiten zunächst abweist. Dieser Schutz ermöglicht es, auf Verschüttetes zu reagieren, bevor ein Fleck entsteht. Gleichzeitig ist Leinen stark saugfähig, sobald die Faser durchfeuchtet wird – eine Eigenschaft, die Servietten funktional macht. Die natürliche Glätte erzeugt jenen kühlen, festen Griff, der Tischdecken ihren charakteristischen Fall verleiht. Leinen ist von Natur aus antistatisch und bakteriostatisch – Eigenschaften, die es für den Kontakt mit Lebensmitteln besonders geeignet machen. Die Faser wird durch Gebrauch nicht schwächer, sondern geschmeidiger. Leinen entwickelt Patina statt Verschleiß. Tischdecken aus europäischem Bio-Leinen gewinnen mit der Zeit an Weichheit, ohne ihre strukturelle Festigkeit zu verlieren. Das GOTS-Zertifikat garantiert, dass vom Anbau bis zur Veredelung keine chemischen Bleichmittel oder synthetischen Pestizide zum Einsatz kommen.
Die Weberei
Seit 1853 webt die Leitner Manufaktur im österreichischen Ulrichsberg Leinen nach jenen Prinzipien, die nur durch handwerkliche Kontinuität zu wahren sind. Arcadia entsteht in präziser Jacquard-Leinenbindung – ein Verfahren, bei dem das Muster nicht aufgedruckt, sondern direkt in die Gewebestruktur eingearbeitet wird. Jede Ranke, jede Blüte, jedes Ornament ist integraler Bestandteil des Gewebes selbst. Die Jacquard-Technik, entwickelt von Joseph-Marie Jacquard im frühen 19. Jahrhundert, ermöglicht komplexe Musterverläufe, indem jeder Kettfaden individuell angesteuert wird. Das Ergebnis ist ein reliefartiges Gewebe, bei dem gemusterte und ungemusterte Flächen nicht nur optisch, sondern auch haptisch voneinander abgesetzt sind. Die florale Fülle des Arcadia-Dessins – die verschlungenen Ranken, die organischen Formen der Blüten und Blätter, die Dichte der Komposition – verlangt jene Webpräzision, die nur durch mechanische Präzision und handwerkliche Erfahrung zu erreichen ist. Die Leitner Manufaktur arbeitet mit mechanischen Webstühlen, deren Präzision darin liegt, dass sie die natürliche Unregelmäßigkeit der Leinenfaser nicht glätten, sondern aufnehmen. So entstehen Gewebe von jener Lebendigkeit, die maschinelle Gleichförmigkeit nicht erreichen kann – ein textiles Pendant zur arkadischen Malerei, in der nicht technische Perfektion, sondern idealisierte Natürlichkeit das Gestaltungsprinzip bildete.
Das Produkt: Arcadia Reinleinen Tischwäsche von Leitner Leinen
Arcadia ist als Tischtuch und Serviette in verschiedenen Größen erhältlich. Das Gewebe besteht zu 100 Prozent aus europäischem Reinleinen in präziser Jacquard-Leinenbindung. Die Farbpalette umfasst elf Töne und reicht von reinem Weiß über zarte Pastelltöne bis zu erdigen Nuancen. Sakura zeigt sich in zartem Rosa, während Rostrot eine warme, erdige Intensität vermittelt. Blue Fog bringt nebliges Blaugrau, Arctic Blue ein kühles, klares Blau. Opal schimmert in türkisem Glanz, Aquamarin in frischem Wasserblau. Jade liefert ein sattes Grün, Leinen präsentiert sich in natürlichem Beige. Terra zeigt erdiges Terrakotta, Stone ein warmes Steingrau. Jede Farbstellung wurde so konzipiert, dass die floralen Ranken und Blütenornamente des Dessins – die verschlungenen Pflanzenformen, die organischen Linienführungen – zur Geltung kommen. Die Farben unterstützen die Lesbarkeit der einzelnen Elemente und lassen das Relief des Jacquard-Gewebes deutlich hervortreten. Arcadia ist ein Tischtuch für Anlässe, bei denen die Tafel nicht durch geometrische Abstraktion, sondern durch florale Fülle wirken soll – die pastorale Idylle als zeitloses Prinzip, die arkadische Harmonie als textile Manifestation.
✓ 100% europäisches Reinleinen
✓ Präzise Jacquard-Leinenbindung mit arkadischem Rankenmuster
✓ Erhältlich als Tischtuch und Serviette in verschiedenen Größen
✓ 11 Farben: Weiß, Sakura, Rostrot, Blue Fog, Arctic Blue, Opal, Aquamarin, Jade, Leinen, Terra, Stone
✓ GOTS-zertifiziert
✓ Gewebt in der Leitner Manufaktur, Ulrichsberg (Österreich)
Die Pflege
Leinen-Tischwäsche verträgt Temperaturen bis 60 Grad, weiße Qualitäten auch bis 95 Grad. Waschtemperaturen zwischen 40 und 60 Grad schonen die Faser. Verzichten Sie auf Waschmittel mit optischen Aufhellern – sie bleichen die Farbpigmente aus. Füllen Sie die Maschine nicht zu voll: Leinen braucht Bewegungsfreiheit. Schleudern Sie mit 800 bis maximal 1.000 Umdrehungen und entnehmen Sie die Wäsche leicht feucht. Bügeln Sie auf höchster Stufe, solange noch Restfeuchte vorhanden ist. Leinen liebt Hitze und Feuchtigkeit – nur so glätten sich die Fasern vollständig. Vermeiden Sie den Trockner. Flecken von Rotwein oder Kaffee behandeln Sie sofort mit kaltem Wasser – die glatte Leinenfaser gibt Verschmutzungen bei rascher Reaktion leichter ab.
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