Eine Bettwäsche aus Reinseide ist eine andere Erfahrung als eine aus Leinen oder Baumwolle. Die Glätte verändert das Liegen: wenig Reibung an der Haut, weniger Verknotung der Haare, eine andere Art der Anschmiegung. Die Temperaturregulation ist besonders ausgeprägt, denn Seide ist eine der wenigen Fasern, die sich an wechselnde Außenbedingungen aktiv anpasst, weil ihre Hohlraumstruktur sowohl Luft halten als auch Feuchtigkeit weitergeben kann.
In der Pflege ist Seide anspruchsvoller als Leinen. Sie verträgt keine hohen Waschtemperaturen; die meisten Hersteller empfehlen 30 Grad, einige Manufakturen 40 Grad. Sie verträgt keine alkalischen Waschmittel; spezielles Seiden- oder Wollwaschmittel ist daher Standard. Sie verträgt keinen Trockner und keine direkte Sonneneinstrahlung beim Trocknen. Wer eine Seidenbettwäsche kauft, kauft eine Aufmerksamkeit, die mehr verlangt als die einer Reinleinen-Bettwäsche, und liefert dafür ein Materialerlebnis, das in seiner Charakteristik einzig ist.
Eine Bettwäsche aus Maulbeerseide ist nicht jedermanns Wahl, und sie soll es auch nicht sein. Sie ist eine Wahl für bestimmte Anlässe, bestimmte Räume, bestimmte Vorlieben. Im Sortiment der Linen Lounge steht sie neben den Reinleinen-Bettwäschen der acht Leinen-Manufakturen als eine andere Materialwelt, also kompatibel, allerdings nicht austauschbar. Wer Reinleinen sucht, das mit der Zeit besser wird, findet es bei Leitner, Libeco, Hoffmann, Vieböck, Schlitzer und Geniksa über die Bettwäsche-Kategorie. Wer Seide sucht, die im Licht lebt, findet sie bei Seidenweber.
Wer diese Bedingungen einhält, bekommt mit Bettwäsche aus Maulbeerseide eine Oberfläche, die keine andere Naturfaser liefert. Wer sie nicht einhalten will, ist mit gutem Leinen dankbarer bedient.