Trockene Haut im Winter – Was tun?

Noch zwei ganze Monate bis zum Frühlingsanfang – eine richtige Ewigkeit für trockene Haut! Jetzt im Winter trocknet die Haut schnell aus. Heizungsluft in den Räumen und draußen der Wechsel mit Wind und Kälte setzen ihr zu.

Trockene Haut – und wie man ihr abhilft!

Richtige Pflege ist jetzt besonders wichtig. Dafür eignen sich reichhaltige Tagescremes für die Gesichtshaut. Auf Duftstoffe sollte dabei verzichtet werden. Sie können die gereizte Haut zusätzlich belasten. Ideal sind Inhaltsstoffe mit beruhigender Wirkung: Süßholzwurzel, Hamamelis oder Thermalwasser sind besonders geeignet. Neben der Reizlinderung durch die Benutzung von Leinenbettwäsche sorgen sie für ein ebenmäßiges Hautbild. Für die Körperpflege gilt ebenso: Sanfte Öle und Körperbutter sind besser als leichte oder parfümierte Lotions.

Ist die Haut besonders stark gereizt oder fühlt sich wund an, kann eine frei verkäufliche Cortisoncreme als Sofortmaßnahme gegen trockene Haut eingesetzt werden. Diese Hydrocortison-Cremes sind in der Apotheke erhältlich. Dabei ist zu beachten: Auch leichte Cortisonmittel sollten ohne ärztliche Rücksprache nur kurzzeitig angewandt werden.

 

Rote Augen, dunkle Schatten – und wie man ihnen vorbeugt!

Nicht viel ist nötig, um die Augen zu reizen. Eine lange Nacht und dicke Luft können für trockene Haut schon genügen. Das Ergebnis: Am nächsten Morgen sind die Augen rot. Zur Vorbeugung gegen soöche Kaninchenaugen hilft der Wirkstoff Dexpantheol. Er ist in sanften Augencremes enthalten. Trägt man die Creme vor dem Schlafengehen auf, beruhigt sie über Nacht die sensible Bindehaut.

Bei starker Reizung wird Tränenflüssigkeit produziert und fließt aus den Augen. Das stresst die feine Haut unter den Augenlidern. Denn Tränen enthalten einen hohen Salzanteil. Hier hilft die klassische Vaselinecreme ohne Zusätze und ohne Duftstoffe. Sie schützt die Haut und glättet sie wieder.

Hat wenig Schlaf seine Spuren hinterlassen? Dunkle Schatten liegen morgens unter den Augen? Hier hilft Kosmetik. Ein Concealer deckt die Augenringe ab und macht Fältchen unsichtbar. Dafür sorgen die eingearbeiteten Schimmerpartikel. Einfach den Concealer an den betroffenen Stellen auftragen und mit den Fingerkuppen sanft einklopfen.


Hautrötungen – und wie man sie kaschiert!

Ein kleines Glas Sekt, Ärger in Büro oder Familie – schon entstehen Hautrötungen im Gesicht. Denn Stress und selbst leichte alkoholische Getränke erhöhen die Durchblutung der Haut. Die Wangen werden heiß und rot. Wie kann das kaschiert werden? Bester Tipp: Mit einem grünen Make-up-Stift. Die Farbe neutralisiert rote Gesichtsfarbe und durchschimmernde Äderchen sofort. Das Make-up anschließend mit einer Grundierung abdecken und fein abpudern. Es sollte nicht zu viel Grün aufgetragen werden. Ein wenig Übung – und eine schnelle, gute Lösung ist zur Hand.

Besteht eine chronische Hautrötung wegen erweiterter Äderchen, nennt sich das Couperose. Hier kann es dauerhaft helfen, die Haut lasern zu lassen. Das sollte jedoch ein erfahrener Hautarzt übernehmen.

Glänzende Haut – und wie man sie richtig abdeckt!

Morgens das Gesicht reinigen und pudern – und spätestens mittags ist der Effekt verflogen. Das hat natürliche Ursachen: Bis zum Mittag steigt die Talgproduktion der Haut an und die Gesichtspartien wirken ölig. Um der Hautbiologie ein Schnippchen zu schlagen, bieten sich Löschblätter an. Das Gesicht zwischendurch damit abtupfen und der Fettschimmer verschwindet. Anschließend mit transparentem Puder die Haut wieder abdecken.
Geschwollene Augen – und wie man sie los wird!

Ein Anblick im Badezimmerspiegel kann morgens schlagartig wach machen: Geschwollende Lider! Was tun? Erstens: Leichte Lymphdrainage anwenden. Dafür die Finger an die Nasenwurzel anlegen und sanft über die angeschwollenen Partien in Richtung Gesichtsrand streichen. Zweitens: Teebeutel mit Schwarz- oder Grüntee in Wasser tauchen, ausdrücken und auf die geschlossenen Augen legen. Die Schwellung klingt ab.
Alternative: Cremes mit Koffein oder Hefe vorsichtig auf die geschwollenen Augenpartien auftragen. Auch diese Inhaltsstoffe wirken leicht abschwellend.

Wer regelmäßig unter dicken Augen leidet, geht am besten zum Arzt. Es kann ein Alarmsignal sein, dass die Nierenfunktion eingeschränkt ist.

Rissige Hände – und wie man sie behandelt!

Geschirr abwaschen und anschließend ist das Hände-Eincremen vergessen worden. Ergebnis: Trockene Haut. Oder: Draußen weht eisiger Wind, aber die Handschuhe liegen zuhause. All das erzeugt rissige und rote Hände. Zur Behandlung eignet sich eine reichhaltige Creme, die sorgfältig in die Hände einmassiert wird. Die Pflegecreme sollte viele essentielle Öle und Wirkstoffe wie Panthenol und Aloe vera enthalten.

In schweren Fällen ist eine Creme-Kur geeignet: Die Handcreme reichhaltig auftragen und die Hände in Baumwollhandschuhe aus der Apotheke stecken. Mindestens 30 Minuten lang die Creme einwirken lassen.

Alternativ gibt es Handschuhe mit einer speziellen Innenbeschichtung. Sie pflegen die Hände beim Tragen gleich mit.

 

 

Knitter-Teint, fahle Haut – und wie sie geglättet und frisch aussieht!

Für müde Gesichtshaut sind neuartige Pflege-Polymere entwickelt worden. Sie werden auf das Gesicht, auf die trockene Haut, aufgetragen und schaffen dort einen Film auf der Haut. Anschließend zieht er sich zusammen. Feine Fältchen sollen sich dadurch im Laufe einer Stunde um bis zu 60 % reduzieren. Ebenfalls gibt es kleine Silkonkapseln aus der Drogerie. Sie sind mit Vitaminen gefüllt und eignen sich zum schnellen Einmal-Lifting. Praktisch sind auch Massagekappen-Stifte. Sie polstern feine Lippen- und Augenfältchen auf und glätten die Haut.

 
Nagelspliss – und welche Hilfen es gibt!

Kleine Risse im Fingernagel können mit einer feinen Nagelfeile aus Sandpapier geglättet werden. Dabei sollte grundätzlich nur in eine Richtung gefeilt werden. Ebenfalls hilfreich: Der ganze Nagel kann mit einer besonderen Spezialfeile poliert werden. Das glättet nicht nur. Der Nagel wird auch perfekt versiegelt. Verhakt er sich nämlich, reißt er noch tiefer ein. Ist auf diese Weise schon ein größerer Riss entstanden, ist ein Nagelsofortkleber nützlich. Transparente Klebefolie ist ebenfalls ideal.

Am häufigsten splittern Fingernägel, weil sie ausgetrocknet sind. Die beste Vorbeugung ist es, sie regelmäßig gemeinsam mit den Händen einzucremen. Zur speziellen Pflege eignen sich Nagelöle und Nagelstifte. Sie sind mit Teebaumextrakt oder Vitaminen angereichert und fördern nebenbei auch das Nagelwachstum. Langfristige Hilfe bieten Nahrungsergänzungsmittel – Kapseln mit Hefe, Biotin oder Aminosäuren (Cystin).

 
Hilfe im Schlaf

Schon im Jahr 2004 hat das British Journal of Dermatology darauf hingewiesen: Seidenbettwäsche wirkt sich positiv auf Hauterkrankungen aus. Sie kann Beschwerden lindern. Diese Beobachtung gilt für das gesamte Spektrum an Hautleiden – ob Neurodermitis, Akne, Ekzeme und Entzündungen oder Erythemen. Ursache dieser heilsamen Wirkung ist die besondere Struktur der Seidenfaser. Die Zusammensetzung ihrer Eiweißbausteine ähnelt in verblüffender Weise den Eigenschaften der menschlichen Haut. Daraus resultiert: Berührt Seide die Haut, beruhigt sie sanft alle Irritationen – sogar bei Pilzinfektionen oder trockener Haut. Leinenbettwäsche und Seidenbettwäsche können noch mehr. Lässt man Kinder unter Seidendecken schlafen, haben sie bei Bronchitis erkennbar weniger Beschwerden. Außerdem kann Seide, die am Körper getragen wird, eine übermäßige Schweißproduktion reduzieren.

Eine Frau, die auf einem Bett in einem Zimmer sitzt.

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