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Bio Leinen Bettwäsche

Ökologischer Bio-Anbau oder kbA-Flachs für Bio Leinen Bettwäsche

Der Begriff kbA-Flachs steht für „kontrolliert biologischer Anbau“ des Flachs. Worin unterscheidet sich nun der kbA-Flachs für Bio Leinen Bettwäsche von konventionell angebautem Flachs?
Es sind eine ganze Reihe von Faktoren, die hier eine Rolle spielen, die im Gesamtpaket betrachtet, besser für die Umwelt, aber auch besser hinsichtlich der Flachs-Qualität sind. Allgemein lässt sich sagen, dass ökologischer Anbau naturnäher ist als die herkömmliche Landwirtschaft. Das jedoch geht nicht von heute auf morgen. Ein über Jahrzehnte herkömmlich bewirtschafteter Acker benötigt mehrere Jahre, bis er wieder im natürlichen Gleichgewicht ist. Ein nach ökologischen Aspekten bewirtschafteter Acker mit einer gesunden Bodenflora und -fauna stellt ein Biotop für sich dar, indem die natürlichen Kreisläufe funktionieren, aber nicht nur das. Die Auswaschung von Nährstoffen, im herkömmlichen Anbau auf riesigen Ackerflächen ein kaum zu lösendes Problem, findet auf einem Bio-Acker in viel geringerem Umfang statt. In der Folge verringert sich auch der Bedarf an Düngemitteln. Da bei biologischem Anbau von Flachs zudem der Einsatz von Mineraldünger nicht erlaubt ist, spart dies jede Menge fossiler Energie ein, die zur Herstellung des Düngers sonst aufgewendet wird.

Wollen Sie wirklich sicher sein, dass Sie kein billiges Leinen aus kurzfaserigem Industrieabfall (Werg) bekommen? Wählen Sie die Marken der klassischen europäischen Leinenwebereien. Entdecken Sie die unglaubliche Vielfalt klassischer europäischer Weberei: Farbenfrohe Kollektionen von Libeco, Leinen Bettwäsche wie aus Großmutters Schrank von Hoffmann, feinstes Leinen von Schlitzer, barocke Eleganz von Leitner. Die extra zertifizierten Leinenstoffe der Leinenweberei Vieböck. Dazu passend die Inlets: Bettdecken, Kissen, Matratzenauflagen von der österreichischen Manufaktur Hefel. Unsere Webereien sind eine ganz eigene Liga für sich. Es können nur einige tausend Garnituren pro Jahr gefertigt werden. Das ist der echte Stoff. Gönnen Sie sich die beste Bettwäsche, die es gibt.

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Was aber sind die Faktoren im Einzelnen, die den biologischen Anbau von Flachs für Bio Leinen Bettwäsche so vorteilhaft machen?

Punkt 1: Die Flächenauswahl

Die für den Anbau vorgesehenen Flächen dürfen keinen hohen Unkrautdruck vorweisen, also eher karge Böden.

naturfarbene und weiche Leinen Bettwäsche exklusiv von der Leinen Lounge
naturfarbene Bio Leinen exklusiv von der Linen Lounge, hängt draußen

Punkt 2: Die Fruchtfolge

In der Ökolandwirtschaft wird Flachs gern als Vorfrucht eingesetzt, da er während der Tauröste, der Fermentierung der Stängel auf dem Feld, viele Nährstoffe wieder an den Boden abgibt. Er eignet sich ebenso als Nachfrucht von Winterweizen oder Kartoffeln, weil durch diese Vorgängerpflanzen der Unkrautdruck geringer ist.

Punkt 3: Die Vorbereitung des Saatbettes

Statt Totalherbizide, die das Unkraut auf chemischem Wege vernichten, wird im Bio-Anbau das Saatbett je nach Bedarf vor der Aussaat des Leinsamen mechanisch ausgerissen und untergegraben.

gemütliches Picknick mit bunten Bio Leinen von der Linen Lounge
bequemes Picknick mit Bio Leinen der Weberei Leitner Leinen exklusiv bei der Linen Lounge

Punkt 4: Das Saatgut wird nicht gebeizt

Das Saatgut für den Anbau von Flachs bleibt unbehandelt. Allerdings stammt es, zumindest innerhalb der EU, grundsätzlich aus herkömmlichem Flachs-Anbau. Nach EU-Recht dürfen Landwirte kein selbst gezogenes Saatgut einsetzen und die auf Saatgut spezialisierten Betriebe verzichten auf Saat aus Bio-Anbau aufgrund der damit verbundenen Risiken. 

Punkt 5: Die Aussaat des Samens

Beim ökologischen Flachsanbau werden für die Aussaat etwa 5 bis 7 % mehr an Saatgut ausgebracht als im herkömmlichen Anbau. Damit wird der von Schädlingen verursachte Fressverlust ausgeglichen. 

Leinen Tischtücher in beige und grün von der Weberei Leitner Leinen
Flachs- Pflanze zum Herstellen der Linen Lounge Bio Leinen Bettwäsche

Punkt 6: In der Wachstumsphase

Wenn nun der Flachs wächst, kann der oder die Landwirtin nur bedingt eingreifen. Bei einem Schädlingsbefall, beispielsweise durch Thripse, einer Insektenart, ist zum Beispiel Chrysanthemenextrakt erlaubt. Unkraut darf auch weiterhin nur mechanisch entfernt werden, etwa mittels eines Rechens.

Punkt 7: Die Ernte des Flachs

Wie beim herkömmlichen Flachs wird auch im biologischen Anbau die Flachs-Pflanze mit der Wurzel aus der Erde gezogen (Raufen) und bleibt dann auf dem Acker zur Tauröste liegen. Da nun das Unkraut quasi freie Fahrt hat, muss darauf geachtet werden, dass es die liegenden Flachspflanzen nicht überwuchert. In dieser Phase hängt praktisch alles von den Wetterverhältnissen ab, wesentlich stärker als im herkömmlichen Anbau. Bei KbA-Flachs kommt es etwa alle 4 bis 5 Jahre zu Missernten, im herkömmlichen Anbau nur etwa alle 7 Jahre. Mit ein Grund, warum biologisch angebauter Flachs teurer als herkömmlicher Flachs ist.

grüne Bio- Leinen Tischdecke von der Linen Lounge

Leinen-Flachs, bio oder herkömmlich

Flachs- Pflanze zum Herstellen der Linen Lounge Bio Leinen Bettwäsche

Linum usitati Leinen-Flachs, bio oder herkömmlich

Linum usitatissimum, der gemeine Lein, wird seit vielen Jahrhunderten für zwei unterschiedliche Zwecke angebaut. Einmal zur Gewinnung des Öls aus den Leinsamen und einmal, um aus den Stängeln der Pflanze die Faser, den Flachs, zu erhalten. Im nachfolgenden Artikel geht es um die Anbauformen des Flachs, der Faser, die zur Herstellung von Leinengewebe benötigt wird. Sie wird einerseits nach den Methoden der hochproduktiven Form der Agrarwirtschaft angebaut und andrerseits nach den Methoden des biologischen Anbaus. 

Weshalb wird der hochproduktive Leinen-Anbau als herkömmlicher Anbau bezeichnet?

Der Mensch betreibt vermutlich seit etwa 12.000 bis 15.000 Jahren Ackerbau. In diesem Zeitraum lernten die Landwirte beispielsweise, welche Böden für welche Pflanzen geeignet sind. Die Erfahrung lehrte sie zudem, dass die Böden auslaugen können, wenn sie jedes Jahr die gleichen Pflanzen darauf ziehen. Die Erkenntnisse daraus waren einerseits die Idee der wechselnden Fruchtfolge und andrerseits die Düngung der Böden. Die Erkenntnis, das es dem Acker guttut, gedüngt zu werden, war sehr wahrscheinlich einer anderen Idee zu verdanken. Der Idee, Pferde und Ochsen für den Ackerbau einzusetzen. Vielleicht aber auch der Umstand, das auf den Abfallhaufen in der Nähe der Hütten Gräser und Blumen besonders gut gediehen. Denn damalige Abfallhaufen bestanden vollständig aus organischen Materialien, also aus kompostierbaren Stoffen. Dem Unkraut auf den Feldern wurde mit der Hacke zu Leibe gerückt und selbst gegen schädliche Insekten fand sich wortwörtlich so manches Kraut, das mit der Kulturpflanze gesetzt wurde. 

gestreifte Bio Leinen Bettwäsche
weiche Bio Leinen Bettwäsche der Weberei Leitner Leinen hängt zum Lüften

Anorganische Chemie steigert den Ertrag

Als jedoch mit dem Einsetzen der industriellen Revolution die Bevölkerung sprunghaft anstieg, reichten diese Methoden nicht mehr aus, um genügend Ertrag auf den Feldern zu erzielen. Um mehr aus den Äckern herauszuholen, wurde etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit Chemie experimentiert. Ein Vorreiter hierin war beispielsweise der Chemiker Justus von Liebig. Kalisalze, Salpeter und Stickstoff waren die ersten chemischen Dünger auf den Feldern, enorm erfolgreich und dies bis heute. Ihnen folgten die Pestizide und Unkrautvernichter. Zugegebenermaßen ein absolutes Erfolgsmodell, die Chemie in der Landwirtschaft. Vor 100 Jahren erwirtschaftete ein Landwirt Nahrungsmittel für etwa 5 bis 6 Menschen. Heute versorgt ein Landwirt 140 Menschen mit Nahrungsmitteln. Doch die Chemie zeigt mehr und mehr ihre Schattenseiten und dies auch beim Anbau von Leinen. Das Übermaß an eingesetzten Düngemittel und Pestiziden findet sich im Grundwasser und auch in der Kleidung, die aus Flachfasern hergestellt wird. Genau das ist der herkömmliche Flachsanbau, in dem die Chemie über Jahrzehnte mit der Landwirtschaft eine feste Verbindung eingegangen ist. Bei über 100 Jahren Chemie-Einsatz kann durchaus von traditioneller, herkömmlicher Landwirtschaft gesprochen werden. 

Zurück zur Natur: kein blöder Spruch, sondern Notwendigkeit

Schon in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen Zweifel daran auf, ob denn soviel Chemie in der Landwirtschaft notwendig ist? Immer bessere Testmethoden zeigen zum Beispiel die Überlastung der Gewässer mit Stickstoff auf und die Zutatenliste vieler im Supermarkt angebotenen Lebensmittel lässt Zweifel daran aufkommen, ob überhaupt noch irgendetwas an dem Produkt natürlich ist. Bei Kleidungsstoffen zeichnen die im Anbau und der Verarbeitung eingesetzten Chemikalien oft für Allergien verantwortlich. 

weiße, glatte Bio Leinen Bettwäsche exklusiv von der Linen Lounge
Linen Lounge Bio Bettwäsche aus weißem Leinen

 Beim Anbau von Flachs wird oft postuliert, dass dieser schon im herkömmlichen Anbau sehr umweltfreundlich sei und beispielsweise der Baumwolle nicht nur in Bezug auf die Schonung von Ressourcen haushoch überlegen ist. Das wäre richtig, wenn denn den Bedürfnissen des gemeinen Leins bezüglich Standort, Fruchtfolge, Düngung und Bewässerung Folge geleistet werden würde. Tatsächlich jedoch geht es auch beim Anbau von Flachs in der herkömmlichen Landwirtschaft um Maximierung der Erträge. Dank Chemie kein Problem. 

Früher war der Flachs die ideale Kulturpflanze für nährstoffarme Böden und genau auf derartigen Böden gefällt es dem Lein auch am besten, und zwar aus gutem Grund. Der gemeine Lein wird in nährstoffreichen Böden schnell von anderen, wachstumsstärkeren Pflanzen überwuchert. Dass der Flachs in schwachen Äckern besser wächst, besaß für die Bauern, die auf entsprechenden Böden siedelten, den großen Vorteil, ein Auskommen zu erzielen, obwohl auf ihren Feldern kaum Getreide oder Kartoffeln wuchsen. In vielen Mittelgebirgslagen Deutschlands mit sehr steinigem Untergrund war der Flachs für die dortigen Landwirte der rettende Halm, zumal vor dem Siegeszug der Baumwolle Flachs und Hanf die bestimmenden Pflanzen zur Fasergewinnung für Stoffe waren. 

Pure Wool Sommerdecke von HEFEL

Heute ist der Standort des Flachs trotz Chemie immer noch wichtig

Wenn heute ein Acker zur Bepflanzung mit Leinsamen im herkömmlichen Anbau vorbereitet wird, kommen zuerst einmal Totalherbizide zum Einsatz, die jeden nur erdenklichen Unkrautsamen im Boden vernichten. Auch während des Wachstums sind weiterhin Herbizide im Einsatz und diese verhindern nicht nur das Aufkommen von Konkurrenzpflanzen, sondern beeinflussen auch die Faserqualität des Flachs

Doch schon vor der Aussaat ist Chemie im Spiel. Der Samen wird mit verschiedenen Giften behandelt, die dazu dienen, tierische Schädlinge und Pilze fernzuhalten. Es wird verharmlosend von „Beizen“ gesprochen.

In der ersten Zeit des Pflanzenwachstums wird zunächst Stickstoffdünger zugeführt, der das Wachstum beschleunigt. Nach einer bestimmten Frist kommt es auf die Wetterlage an, ob der Flachs weiterhin in die Höhe getrieben wird oder sogenannte Halmverkürzer zum Einsatz kommen. Ist viel Regen zu erwarten, wird das Wachstum der Pflanze mittels Chemie verlangsamt. Das verhindert, dass eine zu lange Pflanze durch Wind und Regen hingelegt wird. Auch im weiteren Verlauf kommen je nach Bodenbeschaffenheit weiter Düngemittel zum Einsatz, wie immer vor allem Stickstoff. 

Die Pflanze wird zudem während der gesamten Zeit bis zur Ernte vor Schädlingsbefall geschützt. Vor allem mittels Pestiziden, mitunter auch durch Fungizide.

Bio Linen Sommerdecke von Hefel
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Die Qualität des Leinens leidet und die Umwelt auch

Obwohl Leinen im herkömmlichen Anbau weniger Chemie und Wasser benötigt als die Baumwolle und den Vorteil besitzt, dass er regional angebaut werden kann, ist er in dieser Form ein Teil des Problems und nicht der gern propagierten Lösung. Es ist zudem eher ein Fluch, dass Flachs wieder populär ist. Je höher die Nachfrage, desto mehr herkömmlicher Flachs wird angebaut. Allerdings sind die für Flachs an besten geeigneten Standorte, die sein natürliches Wachstum unterstützen, eher dünn gesät. Hinzu kommt für europäische Flachsbauern die übermächtige Konkurrenz aus China, den weltweit größten Flachsproduzenten. Unter der Masse leidet die Qualität des Leinens und die chemische Belastung nimmt zu.   

Linum usitatissimum, der gemeine Lein, wird seit vielen Jahrhunderten für zwei unterschiedliche Zwecke angebaut. Einmal zur Gewinnung des Öls aus den Leinsamen und einmal, um aus den Stängeln der Pflanze die Faser, den Flachs, zu erhalten. Im nachfolgenden Artikel geht es um die Anbauformen des Flachs, der Faser, die zur Herstellung von Leinengewebe benötigt wird. Sie wird einerseits nach den Methoden der hochproduktiven Form der Agrarwirtschaft angebaut und andrerseits nach den Methoden des biologischen Anbaus. 

Weshalb wird der hochproduktive Leinen-Anbau als herkömmlicher Anbau bezeichnet

Der Mensch betreibt vermutlich seit etwa 12.000 bis 15.000 Jahren Ackerbau. In diesem Zeitraum lernten die Landwirte beispielsweise, welche Böden für welche Pflanzen geeignet sind. Die Erfahrung lehrte sie zudem, dass die Böden auslaugen können, wenn sie jedes Jahr die gleichen Pflanzen darauf ziehen. Die Erkenntnisse daraus waren einerseits die Idee der wechselnden Fruchtfolge und andrerseits die Düngung der Böden. Die Erkenntnis, dass es dem Acker guttut, gedüngt zu werden, war sehr wahrscheinlich einer anderen Idee zu verdanken. Der Idee, Pferde und Ochsen für den Ackerbau einzusetzen. Vielleicht aber auch der Umstand, das auf den Abfallhaufen in der Nähe der Hütten Gräser und Blumen besonders gut gediehen. Denn damalige Abfallhaufen bestanden vollständig aus organischen Materialien, also aus kompostierbaren Stoffen. Dem Unkraut auf den Feldern wurde mit der Hacke zu Leibe gerückt und selbst gegen schädliche Insekten fand sich wortwörtlich so manches Kraut, das mit der Kulturpflanze gesetzt wurde. 

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Anorganische Chemie steigert den Ertrag

Als jedoch mit dem Einsetzen der industriellen Revolution die Bevölkerung sprunghaft anstieg, reichten diese Methoden nicht mehr aus, um genügend Ertrag auf den Feldern zu erzielen. Um mehr aus den Äckern herauszuholen, wurde etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit Chemie experimentiert. Ein Vorreiter hierin war beispielsweise der Chemiker Justus von Liebig. Kalisalze, Salpeter und Stickstoff waren die ersten chemischen Dünger auf den Feldern, enorm erfolgreich und dies bis heute. Ihnen folgten die Pestizide und Unkrautvernichter. Zugegebenermaßen ein absolutes Erfolgsmodell, die Chemie in der Landwirtschaft. Vor 100 Jahren erwirtschaftete ein Landwirt Nahrungsmittel für etwa 5 bis 6 Menschen. Heute versorgt ein Landwirt 140 Menschen mit Nahrungsmitteln. Doch die Chemie zeigt mehr und mehr ihre Schattenseiten und dies auch beim Anbau von Leinen. Das Übermaß an eingesetzten Düngemittel und Pestiziden findet sich im Grundwasser und auch in der Kleidung, die aus Flachfasern hergestellt wird. Genau das ist der herkömmliche Flachsanbau, in dem die Chemie über Jahrzehnte mit der Landwirtschaft eine feste Verbindung eingegangen ist. Bei über 100 Jahren Chemie-Einsatz kann durchaus von traditioneller, herkömmlicher Landwirtschaft gesprochen werden.

Zurück zur Natur: kein blöder Spruch, sondern Notwendigkeit

Schon in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen Zweifel daran auf, ob denn soviel Chemie in der Landwirtschaft notwendig ist? Immer bessere Testmethoden zeigen zum Beispiel die Überlastung der Gewässer mit Stickstoff auf und die Zutatenliste vieler im Supermarkt angebotenen Lebensmittel lässt Zweifel daran aufkommen, ob überhaupt noch irgendetwas an dem Produkt natürlich ist. Bei Kleidungsstoffen zeichnen die im Anbau und der Verarbeitung eingesetzten Chemikalien oft für Allergien verantwortlich. 

 Beim Anbau von Flachs wird oft postuliert, dass dieser schon im herkömmlichen Anbau sehr umweltfreundlich sei und beispielsweise der Baumwolle nicht nur in Bezug auf die Schonung von Ressourcen haushoch überlegen ist. Das wäre richtig, wenn denn den Bedürfnissen des gemeinen Leins bezüglich Standort, Fruchtfolge, Düngung und Bewässerung Folge geleistet werden würde. Tatsächlich jedoch geht es auch beim Anbau von Flachs in der herkömmlichen Landwirtschaft um Maximierung der Erträge. Dank Chemie kein Problem. 

Hefel Platinum Sommer

Früher war der Flachs die ideale Kulturpflanze für nährstoffarme Böden und genau auf derartigen Böden gefällt es dem Lein auch am besten, und zwar aus gutem Grund. Der gemeine Lein wird in nährstoffreichen Böden schnell von anderen, wachstumsstärkeren Pflanzen überwuchert. Dass der Flachs in schwachen Äckern besser wächst, besaß für die Bauern, die auf entsprechenden Böden siedelten, den großen Vorteil, ein Auskommen zu erzielen, obwohl auf ihren Feldern kaum Getreide oder Kartoffeln wuchsen. In vielen Mittelgebirgslagen Deutschlands mit sehr steinigem Untergrund war der Flachs für die dortigen Landwirte der rettende Halm, zumal vor dem Siegeszug der Baumwolle Flachs und Hanf die bestimmenden Pflanzen zur Fasergewinnung für Stoffe waren. 

Heute ist der Standort des Flachs dank Chemie weitgehend egal

Wenn heute ein Acker zur Bepflanzung mit Leinsamen im herkömmlichen Anbau vorbereitet wird, kommen zuerst einmal Totalherbizide zum Einsatz, die jeden nur erdenklichen Unkrautsamen im Boden vernichten. Auch während des Wachstums sind weiterhin Herbizide im Einsatz und diese verhindern nicht nur das Aufkommen von Konkurrenzpflanzen, sondern beeinflussen auch die Faserqualität des Flachs

Doch schon vor der Aussaat ist Chemie im Spiel. Der Samen wird mit verschiedenen Giften behandelt, die dazu dienen, tierische Schädlinge und Pilze fernzuhalten. Es wird verharmlosend von „Beizen“ gesprochen.

In der ersten Zeit des Pflanzenwachstums wird zunächst Stickstoffdünger zugeführt, der das Wachstum beschleunigt. Nach einer bestimmten Frist kommt es auf die Wetterlage an, ob der Flachs weiterhin in die Höhe getrieben wird oder sogenannte Halmverkürzer zum Einsatz kommen. Ist viel Regen zu erwarten, wird das Wachstum der Pflanze mittels Chemie verlangsamt. Das verhindert, dass eine zu lange Pflanze durch Wind und Regen hingelegt wird. Auch im weiteren Verlauf kommen je nach Bodenbeschaffenheit weiter Düngemittel zum Einsatz, wie immer vor allem Stickstoff. 

Die Pflanze wird zudem während der gesamten Zeit bis zur Ernte vor Schädlingsbefall geschützt. Vor allem mittels Pestiziden, mitunter auch durch Fungizide.

Die Qualität des Leinens leidet und die Umwelt auch

Obwohl Leinen im herkömmlichen Anbau weniger Chemie und Wasser benötigt als die Baumwolle und den Vorteil besitzt, dass er regional angebaut werden kann, ist er in dieser Form ein Teil des Problems und nicht der gern propagierten Lösung. Es ist zudem eher ein Fluch, dass Flachs wieder populär ist. Je höher die Nachfrage, desto mehr herkömmlicher Flachs wird angebaut. Allerdings sind die für Flachs an besten geeigneten Standorte, die sein natürliches Wachstum unterstützen, eher dünn gesät. Hinzu kommt für europäische Flachsbauern die übermächtige Konkurrenz aus China, den weltweit größten Flachsproduzenten. Unter der Masse leidet die Qualität des Leinens und die chemische Belastung nimmt zu.   

Hier bei uns in Linen Lounge sind folgende Leinen Bettwäsche webereien mit Bio-Leinen Bettwäsche vertreten:

Laurels Percal Bettwäsche von Peter Reed
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