Geometrische Muster und wie sie wirken

Geometrische Webtechnik

Dass geometrische Muster im Bereich Textilien sehr häufig vorkommen, ergibt sich aus einem einfachen Grund. Beim Weben von Stoffen überkreuzen sich die Fäden horizontal und vertikal. Werden nun zwei verschiedenfarbige Garne oder Fäden verwendet, ergibt sich automatisch ein geometrisches Muster. Das mit Abstand älteste geometrische Muster bei Textilien ist das Karo. Nein, es wurde nicht in Schottland erfunden. Seine Ursprünge finden sich in China. Archäologen entdeckten Karomuster auf Stoffhüten für Jadefiguren, die rund 5500 Jahre alt sind. In Europa waren es die Menschen, die vor 2400 Jahren im heutigen Hallstatt, Österreich, siedelten, die zuerst Kleidung mit Karomuster trugen und diese brachten als Kelten das Karomuster letztlich nach England und Schottland. Dort wurde es zum Quilt, zur traditionellen Tagesdecke und natürlich zum Kilt, zum Schottenrock.

So wenig wie die Webtechnik im Laufe der Jahrtausende stehen blieb, so wenig blieb es beim Karo als geometrische Muster. Im Besonderen bei der Leinenbettwäsche ergab und ergibt sich hier eine geradezu riesige Spielfläche für Designer und Weber. Je nach Ausführung können geometrische Muster auf der Bettwäsche unterschiedliche Wirkungen erzielen, sogar bis hin zur optischen Täuschung.

Ein ordentlich gemachtes Bett mit einer geometrischen Muster-Bettdecke und mehreren dekorativen Kissen in Grau- und Violetttönen, in der Nähe eines Fensters mit weißen Vorhängen, die das natürliche Licht hereinlassen.

Bettwäsche – träumerische Geometrie

Sie sind die ideale Grundlage für Design-Ideen der verschiedensten Art. Die geometrischen Basisfiguren wie etwa:

• Quadrat
• Rechteck
• Trapez
• Raute
• Parallelogramm
• Kreis

In der Weberei wie in der textilen Drucktechnik lassen sich allein aus diesen 6 Formen praktisch unendlich viele verschiedene geometrische Muster erstellen. Aber auch die Natur selbst arbeitet mit der Geometrie oder besser gesagt, aus natürlichen Gegebenheiten entstehen geometrische Formen. So etwa beim Weben von ungefärbtem Leinen. Das Garn der Flachsfaser besitzt eine jeweils individuelle Struktur mit winzigen Schattierungen und ganz leichten Verdickungen. Dadurch erhält das Leinengewebe eine eigene Charakteristik, fast so etwas wie ein Fingerabdruck oder eine individuelle Geometrie.

Selbst die verspielten Muster des Barock, des Rokoko oder des Jugendstils basieren auf strenger Geometrie. Die Muschel, die Tulpe oder der Kelch sind beispielhafte Vorlagen für solche geometrischen Muster, die im Bettwäsche-Design abstrahiert werden, und letztlich oft zu prächtigen Gebilden heranwachsen. So etwa die Bettwäsche Mariage oder ebenso Toile-de-Jouy, beide von Leitner Leinen. Wesentlich klareren Regeln unterliegen hingegen die geometrischen Muster bei Christian Fischbacher. Eternal Flower aus der Kollektion Luxury Nights ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich stilvoll mit geometrischen Mustern Bettwäsche gestalten lässt.

Ähnliche Merkmale finden sich bei der Bettwäsche von Genix, die offensichtlich die Strenge der Geometrie mit der Verspieltheit natürlicher Formen verbindet. Geometrische Muster sind übrigens auch gute Einschlafhilfen, denn ihre Gestaltung verführt zum Träumen und das ist doch ein gutes Ziel für Leinenbettwäsche.

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